AFPG - Arbeitsstelle für Forensische Psychologie und Gerichtsgutachten

Forschung

Übersicht und Auswahl von Publikationen (siehe auch Publikationen)


Kriminalpsychologie

Die Kriminalpsychologie umfasst die Psychologie des normabweichenden und kriminellen Handelns generell. Sie beschäftigt sich mit der Entstehung und Aufdeckung von Kriminalität, der Kriminalprävention sowie der Behandlung von Straftätern.

  • Hoffmann, J.,  Stalking. Heidelberg: Springer, 2005.
  • Hoffmann, J. & Voß, H.-G.W. (Hrsg.) Psychologie des Stalking: Grundlagen – Forschung – Anwendung. Frankfurt/ M.: Verlag für Polizeiwissenschaft.
  • Hoffmann, J. & I. Wondrak (Hrsg.). Häusliche Gewalt und Tötung des Intimpartners. Frankfurt: Verlag für Polizeiwissenschaft, 2006.
  • Hoffmann J. & Wondrak, I. (Hrsg.) Amok und zielgerichtete Gewalt an Schulen. Frankfurt/Main: Verlag für Polizeiwissenschaft, 2007.
  • Voß, H.-G. W. , Zur Psychologie des Stalkings. In J. Bettermann & M. Feenders (Hrsg.), Stalking – Möglichkeiten und Grenzen der Intervention. (S. 37-49). Frankfurt/ Main: Verlag für Polizeiwissenschaft, 2004
  • Voß, H.-G. W., Hoffmann, J. & Wondrak, I., Stalking in Deutschland - Zur Psychologie der Betroffenen und Verfolger. Baden-Baden: Nomos, 2006
  • Küken, H., Jugendliche und ihre Idole: Studie zum Zusammenhang zwischen normwidrigen Verhaltensweisen von Idolen und der Einstellung Jugendlicher zu Gewalt sowie ihrem tatsächlich gezeigten Gewaltverhalten. Polizei & Wissenschaft, 4, 13 – 19, 2008.  


Psychologie in der Rechtssprechung

Die Rechtspsychologie (auch Forensischen Psychologie) beschäftigt sich vor allem mit der Erforschung  menschlichen Handelns  in Übereinstimmung mit den Rechtsnormen und mit deren  Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse in der Rechtspraxis (Urteilsfindung). Bei Auseinandersetzungen zum Sorgerecht handelt es sich um einen zivilrechtlichen  Parteienstreit, welcher eine Entscheidung „im besten Interesse des Kindes“ (Kindeswohl) erfordert.

  • Thiel, U. Zum Begriff des Kindeswohls aus psychologischer und rechtlicher Sicht.Diplomarbeit AFPG, 2005.
  • Osova, N. u.a. Kindeswohl in Sorgerechtsentscheidungen. Studienarbeit  AFPG, 2006.
  • Origer, I., Keller, S., &  Mayer, T. Frühwarnsysteme bei Kindeswohlgefährdung – eine Bedarfsanalyse in Kindertagesstätten. Studienarbeit AFPG, 2007.
  • Brusselman-Rollmann S., u.a. Entwicklung und Evaluation eines Fragebogens/einer Checkliste zum Konstrukt Kindeswohl aus der Sicht von Kindern in nicht-getrennt und getrennt lebenden Familien. Studienarbeit AFPG, 2006.


Psychologie der Zeugenaussage

Die Aussagepsychologie beschäftigt sich mit den psychologischen Grundlagen von verbalen Zeugnissen über Ereignisse und Geschehensabläufe. In ihrer Anwendung auf juristische Sachverhalte geht es dabei vor allem um die Prüfung der Glaubhaftigkeit einer Zeugenaussage, zumeist im Falle von Sexualdelikten.

  • Lange, K., Entwicklung eines Interviewleitfadens für die Befragung kindlicher Zeugen bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch. Diplomarbeit AFPG, 2008.
  • Schmidt, St. Unterscheidung von erlebnisbasierten und heterosuggerierten Zeugenaussagen. Diplomarbeit AFPG, 2009.


Opferschutz

Während in der Vergangenheit Forensik und Kriminologie sich fast ausschließlich mit der Person des Täters und den Umständen seiner Tat beschäftigt haben, wird erst seit einigen Jahren auch die geschädigte Person (das Opfer) stärker betrachtet. Die Verabschiedung von speziellen Gesetzestexten zur Opferentschädigung ist Ausdruck dieses Wandels, der von dem Grundsatz beherrscht ist (sein soll!) „Opferschutz geht vor Tataufklärung“. In der AFPG haben wir uns dieses Themas zuerst im Zusammenhang mit einem professionellen Umgang  der Polizei mit Opfern und Zeugen angenommen. In weiteren kriminalpsychologischen Projekten  beschäftigen wir uns u. a. mit der Situation von Opfern, sowie der Prävention und Therapie einer Schädigung durch solche Delikte wie Stalking (Nachstellung) und Häusliche Gewalt.

  • Voß, H.-G. W. Professioneller Umgang der Polizei mit Opfern und Zeugen – Eine Evaluationsstudie. Neuwied: Luchterhand, 2001.
  • Voß, H.-G. W. Zur Bürgernähe der Polizei. Lässt sich der Umgang mit Geschädigten verbessern?
    In: Balß, R., Baurmann, M. C., Lieser, U., Rein, D., & Voß, H.-G. W. Opfer und Zeugen bei der Polizei. Neuwied: Luchterhand, 2001. 


Abgeschlossene Projekte

  • 2000-2001: Professioneller Umgang der Polizei mit Opfern und Zeugen – Eine Evaluationsstudie (gefördert vom Bundeskriminalamt)
  • 2002-2005:  Stalking in Deutschland – aus Sicht der Opfer und der Verfolger (gefördert vom Weissen Ring e.V.)
  • 2009-2010:  Evaluation eines Deeskalationstrainings in Fällen häuslicher Gewalt (gefördert von der Täterarbeitseinrichtung „Mensch im Zentrum“, Koblenz)
  • 2009-2010:  Evaluationsstudie zur Arbeit der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt (IST) in Landau/Pfalz


Laufende Projekte

ab 2008:      

  • Stalking und Häusliche Gewalt (gefördert vom Weissen Ring e. V.) - Web: www.stalkingforschung.de
  • Der § 238 StGB (Nachstellung) in der Rechtssprechung und aus Sicht von Betroffenen (Evaluationsstudie, eigene Mittel)
  • Stalking in Europäischen Ländern – die kulturübergreifende Perspektive (eigene Mittel)

ab 2009:

  • Entwicklung und Erprobung eines Leitfadens zur Vernehmung von Kindern und Jugendlichen in Fällen von Sexualkdelikten (Glaubhaftigkeit der Aussage) (eigene Mittel)   

ab 2010:

  • „Verfolgung – Bedrohung – Belästigung: wenn Kinder da sind“. Stalking in Auseinandersetzungen zum Sorgerecht (eigene Mittel)
  • Erfahrungen mit Gewalt und Stalking am Arbeitsplatz (Mittel Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement, I-P-Bm)
  • Gewaltprävention an deutschen Schulen (Mittel  I-P-Bm)
  • Erfahrungen mit Stalking, Drohungen und Gewalt von Hochschulangehörigen und in Medizinberufen (Mittel  I-P-Bm)

ab 2011:

  • Familiengerichtliche Entscheidungen zum Sorgerecht und Gewalterfahrungen von Betroffenen vor und nach Trennung der Partner

Weblinks